Bewertung: v4a3IV
Höchste Abseilstelle: 40 Meter
Anzahl Abseilstellen: 29
Anzahl Autos: 2
Anweg: 60 Minuten
In der Schlucht: 5 Stunden
Rückweg: 75 Minuten
Gesamtzeit: 8 Stunden
Höhe Parkplatz: 840 Meter
Höhe Einstieg: 980 Meter
Höhenunterschied: 370 Meter
Länge: 1400 Meter
Der Canyon Ribeira da Loiral wurde von Casa Vento Madeira
eher durch Zufall entdeckt.
Während einer Wanderung weit oberhalb von Ponta do Sol waren im tiefen Tal
des Ribeira da Ponta do Sol zahlreiche Wasserfälle zu sehen, die sich in den Flanken in die
Tiefe stürzen und den Hauptfluss speisen. Ein paar davon sahen selbst aus der recht großen
Entfernung nach einer vielversprechenden Canyoningotur aus. Nach ersten Erkundigungen
des Zustieges zu Fuß,
habe ich mich am 25. Januar 2026 auf eine erste Begehung der Wasserfälle begeben. Im Stil
einer Höhlenbefahrung habe ich alle Abseilstände eingerichtet und mit Fixseilen versehen.
Nach insgesamt 16 eingebohrten Wasserfällen und über 120 Meter verbrauchtem Seil war der
erste Explorationstag geschafft. Nach dem Wiederaufstieg aller Abeilstellen war klar, es wird sicher
noch einen oder zwei weiter Tage dieser Art geben müssen, bevor ein Durchstieg zum Hauptfluss
machbar ist.
Am 11. März erfolgte ein weiterer Anlauf, nun waren 26 Abseilstellen eingebohrt. Kurz vor der
schönsten Passage mit einem spektakulären Wasserfall von gut 35 Metern Höhe war dann
leider der Akku der Bohrmaschine leer.
Das grande Finale fand heute, am 14. März statt: Canyoning vom Feinsten,
erst 26 voll ausgerüstete Wasserfälle abseilen, und dann die tolle Schlusspassage einrichten.
Es wartete noch eine 12 Meter Stufe und eine kurze Seilgeländerpassage. Das Highlight der
Canyoningtour war dann ein gut 35 Meter
hoher Wasserfall, der in ein tiefes Felsrund führt. Schließlich noch ein kurzer Abseiler und
nach einigen Minuten Blockkletterei war der Hauptfluss Ribeira da Ponta do Sol
erreicht.
Noch am selben Tag habe ich diese Topo erstellt. In der Downloadversion finden Sie alle
notwendigen GPS Daten.
Eine tolle Canyoning Schlucht mit einem wilden Ende und einer tollen Picknickmöglichkeit. Ideal nach
Regenfällen im Winter, im Sommer fließt meist nur sehr wenig Wasser. Aufgrund der hohen
Anzahl an Abseilstellen sehr gut zum Üben.
In Ermangelung eines bekannten Namens für den Wasserlauf, haben wir von Casa Vento Madeira ihn
nach dem oberhalb liegenden Landstrich getauft: Ribeira da Loiral.
Ich stehe Ihnen gerne als Canyoningguide für diese und alle weiteren
Canyons in Madeira zur Verfügung. Außerdem bietet das Casa Vento einen Materialverleih.
Wir bieten die folgenden Leistungen:
Guiding nahezu aller Schluchten in Madeira
Dreisprachige Touren (deutsch, englisch, französisch)
Foto und Video Service
Vermietung von Sportmaterial
Transferfahrten zu den Schluchten
Unterkunft in eigener Ferienwohnung
Herzlich Willkommen im Casa Vento in Ribeira Brava!
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Hier nun die wichtigen Informationen für das Canyoning:
Für die Begehung der Schlucht Ribeira da Loiral empfehlen wir die folgende Ausrüstung:
Neoprenanzug, 5mm mit Kapuze
Neoprensocken
Bergsporthelm
Canyoninggurt mit zwei Standleinen
Abseilachter
Mehrere Karabiner
Rettungsmaterial: Steigklemme, Messer etc.
Canyoningschuhe
Canyoningrucksack
Wasserdichte Tonne
2 x 40 Meter Seil
40 Meter Notseil
Erste Hilfe Kit
Ersatzmaterial
Badesachen und Handtuch
Ausreichend Verpflegung
Fahren Sie so weit Sie sich trauen in das Tal des Ribeira da Ponta do Sol hinein. Spätestens
die letzten 200 Meter zum Picknickplatz sind nur mit einem soliden Geländewagen zu befahren.
Der hier gezeigte Platz ist die letzte Möglichkeit davor zu wenden.
GPS Daten des unteren Parkplatzes:
32.xxxxxx
-17.xxxxxx
Weit oberhalb von Ponta do Sol liegt der Einstiegsparkplatz. Wenn Sie mit den GPS Daten navigieren,
sieht es so aus, als müssten Sie das letzte Stück zu Fuß gehen, die Straße
ist recht neu und (Stand März 2026) noch nicht bei Google verzeichnet.
GPS Daten des Parkplatzes:
32.xxxxxx
-17.xxxxxx
Gehen Sie zwischen den roten Pfeilern hindurch bis zur Forstpiste, die nach rechts abzweigt.
Folgen Sie der Piste in das weitläufige Tal hinein. Je nach Zustand und entsprechend der Waldarbeiten, ist es eventuell möglich, dieser Piste noch ein gutes Stück mit dem Auto zu folgen. Allerdings besteht ein hohes Risiko, dass bei der Rückkehr die Piste blockiert ist, durch Fahrzeuge oder frische Erdrutsche.
Wenn das Wetter mitspielt, haben Sie während des gut einstündigen Anweges eine tolle
Aussicht auf die Abbruchkante des Rabacal Plateaus und die dort stehenden Windkraftanklagen.
Bleiben Sie einfach immer auf der Hauptpiste, nach der Überquerung einiger kleiner Zuflüsse
verengt sich der Weg und ist nunmehr nur noch maximal einen Meter breit und dazu auch stellenweise
recht ausgesetzt. Da der Weg schnell zuwächst, ist eine gewisse Vorsicht geboten.
Nach insgesamt einer guten Stunde ab dem Parkplatz, erreichen Sie den prägnanten Wasserfall,
der laut scheppernd in eine Wellblechableitung fällt. Hier gibt es eine kleine Wiese zum
Einkleiden.
GPS Daten des Einstieges:
32,xxxxxx
-17,xxxxxx
Es warten fast 30 Abseilstellen auf Sie, bis auf eine messen alle maximal 15 Meter. Lassen Sie sich nicht durch den Wasserstand zu Beginn täuschen, im Verlaufe der Tour verdoppelt bis verdreifacht sich der Durchfluss aufgrund zahlreicher Zuflüsse.
Im Verlaufe des Abstieges wechseln sich offenere und enge Passagen ab, die Wege zwischen den
einzelnen Wasserfällen sind kurz und griffig. Zum Ende hin zeigt abgelagertes Geschiebe, dass
die Schlucht auch mal sehr hohe Wasserstände sieht.
Außerdem sind die Schluchtwände stellenweise labil, so dass es hier und da zu
Erdrutschen kommen kann.
Nach dem Abseilen des großen Wasserfalls wartet noch eine letzte, kleine Stufe. Danach kann
man alle weiteren Abbrüche umgehen, meist rechtsufrig.
Schließlich erreichen Sie den Hauptfluß: den Ribeira da Ponta do Sol. Auf dem Weg
entlang dieses unberührten Wasserlaufes gibt es noch ein paar schöne Stellen, die
insbesondere bei Sonnenschein zum Baden einladen.
Nach einer guten Stunde über große und kleine Felsblöcke, durch Bäume und
darüber hinweg erreichen Sie eine breite Staumauer, an der sich fast immer ein paar
Levada Wanderer aufhalten. Die Staumauer können Sie linksufrig umgehen. Überqueren Sie dann
den Fluß und gehen Sie die erst schmale und später breite Piste talauswärts
entlang.
Sie passieren zu Beginn einen schön angelegten Picknickplatz mit fließend Wasser.
Schließlich erreichen Sie das unten abgestellte Auto.