Dieser Blog Eintrag enthält ausschließlich Bilder, die mit dem Smartphone aufgenommen wurden. Um die Perspektive nicht zu sehr zu verändern, habe ich mcih entschlossen, alle Bilder im Hochformat zu belassen. Das sieht auf dem Notebookbildschirm etwas ungewöhnlich aus, dafür kommen die Bilder auf einem mobilen Gerät zur vollen Geltung.
Casas inferior, Azoren
18. Oktober 2026
Mein Canyoning Urlaub in Flores, der westlichsten Insel der Azoren, bot 15 Tage feinstes Canyoningvergnügen. Zahlreiche hohe Wasserfälle stürzen auf dieser vergleichsweise kleinen Insel tiefe klippen hinunter, meist meeresnah, so dass man beim Abseilen fantastische Aussichten genießen kann.
Einer der absoluten Highlights der Reise war der Casas inferior, der nach zahlreichen kleinen und großen Wasserfällen mit dem bekannten Wasserfall Cascata do Poco do Bacalhau endet. Über 90 Meter tief fällt das Wasser in das Becken, das der Cascade ihren Namen gegeben hat. Selbst dort steht der Canyonist noch weitere 30 Meter über dem nahen Wanderweg, der ihm schlussendlich als Weg zurück zum Parkplatz dient.
Zwar ist der Aufstieg zur Tour steil und anstrengend, aber die Erfahrung, dass selbst durch die steilsten Wände ordentliche Wege verlaufen können, ist alleine schon die Mühe wert. Belohnt wird man durch einen ungefähr fünfstündigen Abstieg, der absoluten Experten in diesem Sport vorbehalten ist. Zahlreiche Abseilstellen sorgen auf 1,7 km Strecke für 340 Meter Höhenverlust.
Den Schlusspunkt setzt das Abseilen von 125 Metern in drei Etappen. Gewürzt mit Aussicht auf den meist tosenden Atlantik, legt man die Strecke neben den herabstürzenden Wassermassen zurück. Zu Beginn muss man den Hauptstrahl queren um zu einem teuflisch exponierten Standplatz zu gelangen, bei dem man 60 Meter über dem Abgrund mitten in der Felswand steht bzw hängt.